Sonntag, 25. April 2010

BAUMGESICHT - HUND MAGNUS

DAS MAGNOLIENBAUMGESICHT HUND MAGNUS
aus dem Stadtpark in Lahr / Schwarzwald

Bereits im Dezember 2009 besuchte ich den Stadtpark in Lahr im Schwarzwald, eine Oase direkt neben der Lahrer Stadthalle.
An diesem Wintertag war der Park fast Menschenleer gewesen.
Das Farbenspektrum im Park war eng gesteckt. Die Farben grau, grün, braun waren dominierend gewesen, nur hier und da belebte ein Tupfer gelb und orange das Erscheinungsbild.


Lediglich die Arbeiter in ihrer leuchtend orangen Arbeitskleidung, die mit lautstarkem Gerät die wirklich extrem stinkenden und knackenden Früchte der großen Ginkgo-Bäume von der Wiese entfernten, durchbrachen das Farbmuster und die angenehme Stille.
Die Laubbäume hatten längst ihr Laub abgeworfen und im gepflegten Park war davon auch gar nichts mehr zu sehen gewesen. Die Bäume allein an der Rinde und der Form zu erkennen ist schon etwas schwierig, aber im Lahrer Stadtpark tragen viele der Bäume informative Namenschilder.


Auf meinem Rundgang kam ich zum kleinen abgezäunten Teich wo sich Enten und schwarze Schwäne tummelten. Am Zaun des Teiches stand ein Baum, dessen Äste weit ausladend und mit Moos bedeckt waren. Auf dem Schildchen am Baumstamm war zu lesen:
“Magnolia x loebneri Magnolie”
Als ich diesen Magnolienbaum genauer angesehen hatte, war mir das friedvolle BaumGesicht eines gescheckten Hundes im gestreckten Magnolienast aufgefallen.

DAS IST DOCH MAGNUS
das MagnolienHundeBaumgesicht !!!

Magnus war so entspannt, nichts konnte ihn aus der Ruhe bringen, kein Schnattern, kein Schwanengesang und nicht einmal das Dröhnen der Laubgebläse, das von den Ginkgos herüberdrang. Magnus genoss den Augenblick. Er atmete die frische Winterluft, die den baldigen Schneefall ahnen ließ und bereitete sich auf seinen Winterschlaf vor. Alles zu seiner Zeit... Der Wechsel der vier Jahreszeiten brachte viele Stimmungswandlungen mit sich, Magnus war das sehr recht. Im Winter kam die Phase der Besinnung. Selbst angesteckt von der friedvollen Gelassenheit verabschiedete ich mich im Dezember von Magnus.
***Voller Erwartung war ich, als ich erfuhr, dass ich im April 2010 wieder einen Abstecher nach Lahr machen würde. Wie wird das Wetter sein, wie farbenfroh muss doch der Stadtpark Lahr im Frühling sein und werde ich einige BaumGesichter vom Dezember 2009 u.a. das MagnolienBaumGesicht Magnus wiedererkennen?

Die Anreise in den Schwarzwald war ohne Stau oder sonstige Verzögerungen kurzweilig und das Wetter ein echter Glückstreffer gewesen. Es war ein warmer, sonniger Frühlingstag an dem ich Lahr besuchte. Meine wenige Freizeit nutzte ich um einen Spaziergang durch den erstrahlten Stadtpark zu machen. Dieses Mal hatten mir das viele Besucher gleich getan. Der Park war gut besucht. Zielstrebig schlug ich den Weg zum Teich zur Magnolie ein.


Da war er
der Magnolienbaum vom Parkteich
ein rechter Blickfang im April.
Weithin sichtbar
machte er seinem Titel
als Ziergehölz große Ehre.
Er stand in voller Blütenpracht.
Große tulpenförmige Blüten mit schraubig angeordneten weißen Blütenblättern, rose bis purpur gesprenkelt zierten seine Äste.
Durch die Frühlingsluft flogen die eiförmigen Blütenblätter landeten auf den Weg und schwammen auf dem Teich.

DIE SPANNUNG STIEG
Würde ich auch Magnus wiedersehen oder war er etwa nur eines der BaumGesichter gewesen,
die ein glücklicher Augenblick gezeigt hatte?

Und da ...
unverkennbar Magnus im April...
welche Freude


DAS MAGNOLIENBAUMGESICHT
HUND MAGNUS
im Frühlingssonnenschein


© text & fotos 2009/10
von johanna Zentgraf


Magnus hatte sich kaum verändert
sein Rindengesicht sah etwas frischer und heller aus.
Seine Wimpern bekamen Blattknospen.
Der gelöste Ausdruck seiner Mimik war der Gleiche wie drei Monate zuvor.
Auch an jenem Frühlingstag genoss das AstGesicht Hund Magnus den Augenblick,
glücklich über den herrlichen Blütenstand der Magnolie.


































Ein Magnolien- Staub- Frucht- und Blüten-Blättriger - der tanzende Mexikaner "Grimmige Magnolie",
dem sein Sombrero während des Tanzes bis über die Augen gerutscht ist,
der aus diesem Grund den Mund verzieht, winkt zum Abschied auch wenn er nichts mehr sieht.