BaumWesen: Geister, Wichte, Trolle, Kobolde, Elfen, Tiere, Zwerge, Fabel- & Märchengestalten des Waldes
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Freitag, 7. April 2023
ICH WILL KEIN OSTERHASE SEIN
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Samstag, 5. Mai 2018
TOD & TEUFEL
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TOD
& TEUFEL
Wo
Terror wütet, dort verbünden sich die fürchterlichsten Mächte der Finsternis.
Die
Angst sie nagt das Fleisch von Knochen ab und saugt das Mark.
Verbrüdern Tod
und Teufel sich,
spritzt sehr viel Blut. Sie feiern die abscheulichsten Rituale.
Dort
wo der dunkle Adern-Saft den Boden tränkt gedeihen
Furcht,
Hass, Rache und unbändige Wut besonders gut.
Die
Saat geht auf. Das Böse es nimmt seinen Lauf.
Der Teufel
verleiht dem Tod die Macht
das Rad des Lebens anzuhalten, ist
es auch noch lang nicht an der Zeit.
Gemeinsam
schlagen die Verbündeten wahllos und ohne Gnade zu
und sie berauschen sich mit perverser Lust an Zerstörung und Gewalt.
Es gibt das Böse, gebt nur Acht
damit es nicht triumphiert.
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| TOD & TEUFEL BaumGesichter einer sterbenden Eiche im Tiergarten Hannover foto 2012-12-06 & text: © johanna zentgraf |
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Sonntag, 29. November 2015
DIE MARIONETTE EICHENBLATT
MARIONETTE EICHENBLATT
Ein Eichenblatt: kein Er und keine Sie - ein Es
Es wollte immer nur spielen und nie erwachsen werden.
Kaum war es frisch aus der Knospe gerollt, hellgrün und ganz zart noch, da zeigte sich schon, dass dieses eine kleine Blatt sich irgendwie zu unterschieden schien von all den anderen Blättern des Eichenbaums. Es plapperte den lieben langen Tag, schnitt Fratzen, zog Grimassen und ahmte Tiere nach. Nicht einen Moment konnte es ruhig halten, es flatterte und zappelte unentwegt. Bis in den späten Abend hinein hampelte das Blatt und machte seine Witze.
Der Mond sogar hat manche Nacht sich über das lustige Blatt krumm gelacht.
Der Eichenbaum an dem der grüne Zappelphilipp hing fürchte, dass der Blattstiel das wilde Blatt bald nicht mehr lange halten können würde. Um den kleinen verrückten Künstler nicht zu verlieren, bildete der Baum lange Fäden, die das Blatt an seinen Spitzen fixierten. So wurde hoch oben am Eichenast das Eichenblatt zur Marionette.
Ab und an, durch all zu übermütiges Gestikulieren, kam es vor, das sich die Fäden des Blattes verwirrten. Wenn die Marionette gelegentlich Kopf stand, verknoteten sich ihre Stricke ab und an schon einmal. Obwohl das MarionettenBlatt wusste, dass die Fäden nötig waren, damit es nicht vom Baume fiele, verwünschte es seine Gebinde oft und träumte davon einmal losgelöst sein zu können.
Es zog am liebsten selbst an seinen Fäden, wünschte sich ein Rückrat und hätte all zu gern Flügel.
Der Wind, der ein guter Freund vieler Blätter ist, hatte von allen Blättern die EichenblattMarionette besonders in sein Herz geschlossen. Wenn sich das Blatt wieder einmal in seinen Fäden verfangen hatte, blies der Wind vorsichtig bis die Verwirrungen sich wieder lösten. Beim Knoten lösen kamen der Marionette die Meisen zu Hilfe. Allein war das unterhaltsame Eichenblatt nie.Der Eichenbaum an dem der grüne Zappelphilipp hing fürchte, dass der Blattstiel das wilde Blatt bald nicht mehr lange halten können würde. Um den kleinen verrückten Künstler nicht zu verlieren, bildete der Baum lange Fäden, die das Blatt an seinen Spitzen fixierten. So wurde hoch oben am Eichenast das Eichenblatt zur Marionette.
Ab und an, durch all zu übermütiges Gestikulieren, kam es vor, das sich die Fäden des Blattes verwirrten. Wenn die Marionette gelegentlich Kopf stand, verknoteten sich ihre Stricke ab und an schon einmal. Obwohl das MarionettenBlatt wusste, dass die Fäden nötig waren, damit es nicht vom Baume fiele, verwünschte es seine Gebinde oft und träumte davon einmal losgelöst sein zu können.
Es zog am liebsten selbst an seinen Fäden, wünschte sich ein Rückrat und hätte all zu gern Flügel.
Hing es auch manchmal noch so schief in den Seilen, seine Texte trug das MarionettenBlatt, in jeder noch so abenteuerlichen Situation, stets vor mit großer Leidenschaft. Spielen und Geschichten erzählen, das war eben sein Ding, das war sein Lebenselixier.

Im Laufe der Zeit wurde das Spiel des Marionetten-Blattes immer einfallsreicher und farbenfroher.
Im Sommer nahm es manches Mal sogar eine glitzernde Lichtgestalt an.
Im Herbst trug es die kunterbuntesten Kostüme.
Mit seinen phantasievollen Darbietungen zog die EichenBlattMarionette viele aufmerksame Naturgeschöpfe in ihren Bann. Sie schenkte Abwechslung und Freude und wurde mit Lachen und Beifall belohnt.
Bewundernswert, so viel Energie, Lebensfreude und Humor von einem kleinen Blatt.
War die Marionette auch ihr ganzes Leben lang kindlich geblieben, so kam doch auch für sie der Moment, sich dem Naturgesetz des Werden und Vergehens zu stellen.
Im späten Herbst, die meisten Blätter waren längst von den Bäumen gefallen, hing die Marionette Saft- und Kraftlos nur noch an zwei Fäden hoch oben im Geäst. Zusehends verblasste das MarionettenBlatt. Beinahe durchsichtig-geisterhaft wurde das Blatt als die ersten Schneeflocken fielen. Es war kaum wider zuerkennen. Sanfter wurde es und seine Stimme wurde immer melodiöser. Seine Texte hauchte es nur noch.
Lange hielt das Blatt sich krampfhaft fest an seinen letzten dünn und brüchig gewordenen Fäden. Zu sehr fürchtete es einen schnellen Sturz und eine unsanfte Landung. Der Boden unter ihm war schon eisig kalt und hart gefroren.
Im späten Herbst, die meisten Blätter waren längst von den Bäumen gefallen, hing die Marionette Saft- und Kraftlos nur noch an zwei Fäden hoch oben im Geäst. Zusehends verblasste das MarionettenBlatt. Beinahe durchsichtig-geisterhaft wurde das Blatt als die ersten Schneeflocken fielen. Es war kaum wider zuerkennen. Sanfter wurde es und seine Stimme wurde immer melodiöser. Seine Texte hauchte es nur noch.
Lange hielt das Blatt sich krampfhaft fest an seinen letzten dünn und brüchig gewordenen Fäden. Zu sehr fürchtete es einen schnellen Sturz und eine unsanfte Landung. Der Boden unter ihm war schon eisig kalt und hart gefroren.
Der Herbstwind sprach der Marionette Mut zu und versprach ihr einen wundervollen Segelflug. Nur los lassen müsste das Blatt schon selbst. Er würde seinen Blatt-Freund gewiss nicht im Stich lassen und würde die Marionette begleiten bei deren Übergang in deren neue Existenz.
Als der nächste Herbststurm die Eichenblatt-Marionette streifte, rissen die Seile der Marionette und tapfer ließ das Blatt los. Im Bewusstsein, dass das Ende seines Blatt seins einen neuen Anfang mit sich bringen würde, tanzte das Blatt berauscht auf den Schwingen des Windes aber dieses Mal gänzlich frei und ungebunden.
Das leicht gewordene Blatt wirbelte lang durch die Lüfte und sang leise mit dem Wind bevor es sanft auf dem Boden ankam, wo es in einem Bett aus frischen Schneeflocken versank.
Die Marionette atmete tief. Sie war bereit zur immerwährenden Verwandlung. Sie küsste den Boden und befruchtete die Erde.
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Donnerstag, 25. November 2010
BAUMGESICHT - HIRSCHDÄMON GIERSCHLUND
HIRSCHDÄMON GIERSCHLUND
Das Baumgesicht des 1000jährigen Eichentorso
am Schwielowsee in Ferch / Brandenburg
In
einer Zeit, als die Gierigen und geizig Geilen in ihrer unermesslichen
Ausbeutermanier die Ressourcen ihrer Umwelt schneller aufbrauchten, als diese
nachwachsen konnten, gewannen die Dämonen der Finsternis zunehmend an Macht. Nicht
zu glauben, wo sie überall insgeheim ihr Unwesen trieben. Zu Anfang nahm sie kaum
jemand wahr.
Erst als die Sensationslust all die anderen Lüste übertraf, waren
die Dämonen ständig in den Schlagzeilen, und nach und nach bemerkten nur noch Diejenigen,
die nicht so leicht zu täuschen oder zu manipulieren waren, dass die platten
grölenden Parolen der düsteren Gesellen zu verbreiteten Schlagworten wurden und bald machtvoll genug geworden
waren um das Denken und Handeln Vieler stark zu beeinflussen. Die Wenigen, die die dämonische
Verderbtheit aufzudecken gesucht hatten und vor den Gefahren eines unverantwortlichen
Denkens und Handels gewarnt hatten, wurden kaum erhört. Lauthals wurden ihre Argumente übertönt.
NUR SELTEN SCHREIT DIE VERNUNFT
Im
rauschenden Lärm, den die ständig anwachsende Industrialisierung mit sich
gebracht hatte, begannen die Sinne der Menschen zu verkümmern. Feinfühligkeit
blieb auf der Strecke im wilden Gerangel um eine Position, die es ermöglichen
sollte, zu leben oder wenigstens zu überleben. Alle rannten dem schnödesten
aller Mammons dem Geld hinterher, das sich als Hauptzahlungsmittel durchgesetzt
hatte. Für alles, was man benötigte oder vermeintlich brauchte, musste man mit dieser
Währung zahlen. Jedwedes hatte plötzlich einen Preis, der oft nicht einmal in
einem realen Verhältnis zum Warenwert stand und der je nach Nachfrage meist auch
noch fortwährend stieg. Selbst das Wasser - der Quell allen irdischen Lebens, das
allen Lebewesen frei zur Verfügung gestanden hatte, wurde zur Handelsware,
wurde in Flaschen gefüllt und kreuz und quer durch die Lande transportiert und das
kostete. Das kostete … und nicht nur Geld. Es gab schon besorgte Befürchtungen,
dass eines Tages auch die Luft - zum Atmen in Tüten gefüllt werden könnte und
nur noch gegen Geld zu erwerben sein würde. Was für eine Prognose. Wie
furchtbar würde solch eine Zukunft sein.
Wer
Geld besaß, der suchte dieses ständig zu vermehren. Den Reichen schien die
Armut derer, die wenig oder keinen Besitz hatten, kaum zu scheren. Teilen, Fairness und Freundlichkeit waren längst aus der Mode, waren völlig „out“, stattdessen
waren Korruption, Skrupellosigkeit, Missgunst, Mobbing und Geiz jetzt „in“.
Das
Schlimmste aber war, das die meisten Menschen das alles so hinnahmen und aus
Bequemlichkeit die Eigenverantwortung gern abgaben und eine Fernbestimmung akzeptierten.
Unter dem steigenden Druck der Anpassung und der Furcht in Armut geraten zu
können gaben die Menschen viele ihrer Werte und Tugenden auf. Sie krümmten sich
und sie buckelten, für dies und das, für lauter Dinge, die sie wenn überhaupt
nur kurzzeitig glücklich machten. Dinge die sie meist in Abhängigkeiten trieben,
in denen sie dann hängen blieben.
Haben, haben – mehr und mehr… Die Frage nach dem Sein, stellte kaum noch ein Mensch, denn die Menschheit war verblendet vom Schein und den falschen Verheißungen.
Haben, haben – mehr und mehr… Die Frage nach dem Sein, stellte kaum noch ein Mensch, denn die Menschheit war verblendet vom Schein und den falschen Verheißungen.
Es
war eine Zeit voller Ungeduld. Das „Gut – Ding“ Weile haben will, wurde gänzlich außer
Acht gelassen. Weil vermeintlich zu teuer, wurden immer seltener der eigentlich
nötige Einsatz und die Zeit aufgebracht, für eine gute Qualität und zukunftsorientierte
Herstellung von Produkten. Alles sollte schnell gehen. Im
Schnäppchenrausch wurde alles billig und billiger. Billig im wahren Sinne des
Wortes – alles hatte immer weniger Wert. Kaum Jemand wollte noch einen angemessenen
Preis zahlen und sie merkten nicht, dass dann auch bald nichts und niemand mehr angemessen bezahlt
werden können würde.
Diejenigen die den Schlund nicht voll genug bekamen, nahmen alles,
was sie kriegen konnten und das so schnell es nur eben ging. Sie beachteten
nicht, welche Auswirkungen ihre Gier haben würde.
DIE GIER FRAGT NICHT NACH MORGEN
Mit
aufwendigsten Werbe-Kampagnen wurde Bedürfnisse geweckt, für lauter Zeug, das
niemand wirklich braucht, doch alle haben wollen, weil der Nachbar es auch hat
oder aus ähnlich kuriosen Gründen.
Erst als der Müll sich vor der eignen
Haustür stapelte, dachten die Menschen darüber nach, wie sie ihn los werden könnten.
„Bring doch mal den Müll hinunter.“
„Wie??? Von der Erde???“
„Ach das geht ja nicht!“
So
luden sie den Müll vor fremden Türen ab, was ständig mächtig Ärger gab und
keine Lösung war. Doch produziert wurde fleißig weiter. Solang damit Geld
zu machen war, war fast jedes Mittel recht bis hin zum Etikettenschwindel.
Fast
unbemerkt in der Flut unübersichtlicher Informationen wurde den Menschen zu
spät bewusst:
Die Dämonen der Verwirrung klatschten in die Hände.
- Das hochangesehene Verbrecher die Gewässer leer fischten, noch bevor die Fische genug Zeit zur Vermehrung oder Aufzucht ihrer Nachkommen gehabt hatten.
- Das Wälder gerodet und nicht schnell genug nachgepflanzt wurden, um ein ökologisches Gleichgewicht halten.
- Das Lebens- oder Futtermittel eingestampft und vernichtet wurden, während anderer Orts die Menschen hungerten, nur aus dem frevelhaften Grund um die Preise zu halten.
Die Dämonen der Verwirrung klatschten in die Hände.
Die
Dummheit hatte Hochkonjunktur und darum wundert es nicht, dass die Ausgaben für
Kinder, für Bildung und Wissenschaft ständig gekürzt wurden.
Der
klare Menschenverstand war eingetrübt.
Unsicherheit und Zukunftsangst hatten sich breit gemacht.
Unsicherheit und Zukunftsangst hatten sich breit gemacht.
Erschrocken
sah die altersschwache Eiche zu, wie an Ästen gesägt wurde, auf denen man
gerade noch gesessen hatte.
Sie hatte so viel schon gesehen in den letzten 1000
Jahren, die sie am schönen Schwielowsee in Brandenburg gestanden hatte. Oft
hatte sie Blätter schüttelnd über Ereignisse gegrübelt, die sie nicht verstehen
konnte.
In ihrem hohen Alter waren ihr nur noch wenige Blätter geblieben. Gebrechlich
und bitter war sie geworden. Ein gefräßiger Dämon war in ihren geschundenen
Stamm eingezogen. Sie hatte nicht mehr die Kraft besessen, sich gegen diesen Dämon
in Hirschgestalt zu wehren. Wo die Eiche früher eine herrliche Krone gehabt
hatte, beherrschte jetzt der Dämon den Eichentorso. Die Kopflose trug nun den
Hirschdämonenschädel statt ihres Eichenhauptes. Der Schlund des Dämons war
riesig und er verschlang einfach alles.
Kaum hatte der röhrende Dämon von der alten Eiche Besitz ergriffen, beraubte er die Eiche um deren Verstand. Mit dem Dämon hatten auch andere Parasiten Einzug in die Eiche gehalten. Gleichnishaft schritten Fäulnis und Verfall schnell voran. Die Menschen trennten die Äste und Teile des hohlen Stammes, die morsch und von Würmern durchlöchert waren, vom Eichenstamm.
DIE ZEICHEN DER 1000jährigen EICHE
aus Ferch in Brandenburg
Mit
letzter Kraft versuchte die alte Eiche Zeichen zu setzten, solang sie noch bei
klarem Verstand gewesen war.
Ich
entdeckte am Boden liegend in einer Baumscheibe der beschnittenen Eiche drei
wurmgezeichnete BaumGesichter die ausdrucksstark protestierten gegen die
dämonische Vorherrschaft.
„AUWEIH“ klagte eines dieser Gesichter
und voller
Ekel vor der maßlosen Gier der Dämonen machte ein zweites Gesicht „BÄ“.
Das Dritte der WurmStrichGesichter sagte: „NÖ“ und meinte „NEIN“.
DER AUFSCHREI
Das
dramatischste der Zeichen, das die Eiche gab, als sie noch wachen Sinnes war, entdeckte
ich am Fuße der Veteranin. In einer der abgetrennten Baumscheiben der
1000jährigen Eiche erkannte ich den Aufschrei eines Babys.
Sollten es nicht unsere
Kinder einmal besser haben als wir? Wie soll das gehen, wenn die Menschheit
verlernt hat, was wirklich wichtig ist.
„Haltet
doch einmal kurz inne und überdenkt euer Handeln, lasst euch nicht von den
Dämonen in die Irre führen. Bemerkt ihr denn nicht, der dämonische Mammon hat
so viel Unheil schon gebracht.
Die Urgroßväter sind im Krieg gefallen.
Die
Großmütter habt ihr verkauft,
doch hört der Mammon längst nicht auf.
Der Müll
quillt aus den Ohren ihm.
Er spuckt und speit.
Er greift nach eurer Würde –
verteidigt sie!
Dämonen lauern überall. Sie reißen ihre Kernkraft-Mäuler auf. Gebt ihr nicht Acht, dann fressen sie bald eure Kinder auf.“
Der Aufschrei schallt
weit übern See,
Kein Echo gibt es. Er verhallt.
Und
während die Menschheit ihre Dämonen hätschelt und schützt, schließen diese
schon Wetten ab. Sie spielen ihr falsches Spiel und wetten darum, wann sich die Menschen endlich selbst ausgerottet haben.
Du
arme alte Mutter Eiche aus Ferch ich danke Dir für Deine weisenden Zeichen. Ich
sah sie und ich deutete sie und mache meine Mitmenschen aufmerksam. Wohl wissend das nur Wenige die Sprache der altehrwürdigen Bäume verstehen.
Dein
Dämon hat ein charakteristisches, ein böses Gesicht. Du zeigst ihn uns. Nicht
viele dieser Art sind so leicht zu erkennen. Doch gerade ihre Entlarvung ist
zwingend nötig, bevor sich die ausgekochten Verführer etablieren und ihre
Umgebung verblenden und verstahlen.
Um unserer Kinder und unserer Kindes Kinder Willen hoffe ich, die Menschen hören auf Dich, Du weiser uralter Baum, und halten nach deinem Rat die zerstörerischen Dämonen im Zaum, damit diese nicht mächtiger werden und andere Lebewesen knechten.
Um unserer Kinder und unserer Kindes Kinder Willen hoffe ich, die Menschen hören auf Dich, Du weiser uralter Baum, und halten nach deinem Rat die zerstörerischen Dämonen im Zaum, damit diese nicht mächtiger werden und andere Lebewesen knechten.
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| fotos & Text 2010: © johanna zentgraf |
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Sonntag, 30. August 2009
BAUMGESICHT - WALDKAUZ HUUH HUU
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Samstag, 29. August 2009
BAUMGESICHT - HOHLER GEIST SCHNARCHNASE
DIE 1000JÄHRIGE
STIELEICHE
(Quercus robur)
im Altenburger Land in Thüringen,
dereinst im 18. Jahrhundert vom Rittergutsbesitzer und geheimen Rat und Minister des Herzogtums Sachsen-Gotha-Altenburg, Hans Wilhelm von Thümmel (1744-1824), gekaufte Eiche, in deren Wurzelgruft der Eigentümer seine letzte Ruhe fand,
wollte ich unbedingt sehen.
STIELEICHE
(Quercus robur)
im Altenburger Land in Thüringen,
dereinst im 18. Jahrhundert vom Rittergutsbesitzer und geheimen Rat und Minister des Herzogtums Sachsen-Gotha-Altenburg, Hans Wilhelm von Thümmel (1744-1824), gekaufte Eiche, in deren Wurzelgruft der Eigentümer seine letzte Ruhe fand,
wollte ich unbedingt sehen.
Im August 2009 machten wir einen Abstecher in das kleine Thüringer Dorf Nöbdenitz. An einem heißen Hochsommertag saß ich dann im Schatten des unglaublich alten Baumes und verspürte eine Kraft, die Zeiten überdauerte. Der Stamm der 1000jährigen Eiche war inzwischen hohl und die Rinde wulstig und zerfurcht. Mächtige Eisenbänder hielten den Baumstamm zusammen. Die Zweige aber trugen viele Eicheln und frische kräftig grüne Blätter.
der 1000jährigen Eiche
HOHLER GEIST
SCHNARCHNASE
schlummerte,
doch mit einem weit geöffnetem Auge wachte er Jahr um Jahr. Sein aufgerissener zahnloser Mund verbarg in seiner Tiefe unzählige Geschichten aus vergangenen Zeiten, die nur hört, wer dem Medienrummel entfliehen und barfuß über Wiesen und Felder, durch Bäche und Wälder laufen kann.
autorin: © johanna zentgraf
autorin: © johanna zentgraf
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